News – 15.10.2020

FinanzBusiness stellt steigende Kreditnachfrage auf digitalen Plattformen fest

Vierteljährliche Kassenstatistik weist hohes kommunales Finanzierungsdefizit aus.

„Die Anzahl der Ausschreibungen auf komuno hat sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr als verdreifacht.“

Die Zeitschrift FinanzBusiness zitiert Thomas Eitenmüller, Geschäftsführer der komuno GmbH, zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf digitale Kommunalkreditplattformen. Anlass des Artikels „Verschuldung wird wohl weiter wachsen, zieht steigenden Finanzierungsbedarf nach sich“ von FinanzBusiness am 2. Oktober 2020 war die Veröffentlichung der Halbjahreszahlen kommunaler Haushalte in Deutschland. Diese erstellt das Statistische Bundesamt regelmäßig auf Basis der Daten aus der vierteljährlichen Kassenstatistik.

Danach belief sich das Finanzierungsdefizit im 1. Halbjahr 2020 auf 9,7 Mrd. Euro. Im 1. Halbjahr 2019 betrug es weniger als 0,3 Mrd. Euro. Ursächlich waren insbesondere starke Ausfälle bei den Gewerbesteuereinnahmen infolge der Corona-Pandemie im 2. Quartal 2020. Die vorgezogene Zahlung von Schlüsselzuweisungen der Länder an die Gemeinden (+2,7 Mrd. Euro) und zweckgebundenen Zuweisungen (+1,1 Mrd. Euro) verhinderten ein noch stärkeres Defizit.

Zu Beginn der Pandemie haben sich Kapitalgeber übergangsweise aus dem Kommunalkreditgeschäft zurückgezogen, um Limite zu schonen. Mittlerweile ist die Aktivität auf Plattformen aber wieder auf Vorkrisenniveau, so Thomas Eitenmüller. FinanzBusiness beendet den Artikel mit einem weiteren Zitat.

„Aktuell sind zwar vor allem kurzfristige Kredite gefragt, inzwischen steigt aber auch die Nachfrage nach Investitionskrediten wieder an. Insbesondere diejenigen Gebiete, die eigentlich von großen Gewebesteuerzahlungen profitieren, aber auch die Kommunen, die schon heute hohe Soziallasten aufweisen, werden unseres Erachtens noch weitere Gelder benötigen.“

Lesen Sie hier die ausführliche Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes.
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