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07.12.2023

Hello World – Hello komuno. Teil 3: Wie baut man aus „Rezeptzutaten“ eine Plattform?

Hello World Teil 3

Teil 3: Wie baut man aus „Rezeptzutaten“ eine Plattform?

In Teil 2 haben wir über das Rezept – die Architektur – und die erforderlichen Zutaten wie Programmiersprachen und Softwarebibliotheken für eine Plattform gesprochen. In Teil 3 fragen wir Julia Kelemen, Senior Software Engineer bei komuno, wer dafür sorgt, dass aus den Zutaten eine funktionierende Plattform entsteht. Häufig wird dabei nach Scrum, einer agilen Projektmanagement-Methode für die Softwareentwicklung gearbeitet.

Julia, bei aller Automatisierung – sind überhaupt noch Menschen erforderlich?
Auf jeden Fall. Trotz künstlicher Intelligenz (KI) – ohne menschliche Ideengebung und Umsetzung geht hier nichts. Menschliche Software-Entwickler:innen haben nämlich den Vorteil, dass sie über ein breites Spektrum an Fähigkeiten verfügen, z. B. Kreativität, Intuition und Erfahrung. Sie können komplexe Probleme lösen und innovative Lösungen entwickeln, die den Anforderungen der Benutzer entsprechen. KI-Systeme hingegen sind zwar in der Lage, sich wiederholende Aufgaben schnell und effizient auszuführen und zu erkennen. Sie können jedoch nicht die menschliche Kreativität und Intuition ersetzen. Diese sind nämlich für die Entwicklung von qualitativ hochwertiger Software unerlässlich.

Kann es denn ein Zusammenspiel zwischen menschlicher und künstlicher Intelligenz geben?
Na klar. Seit einiger Zeit ist die KI fest in unseren Entwicklungsprogrammen integriert. Sie unterstützt uns in verschiedenen Situationen: Erledigung von repetitiven Aufgaben, Optimierungsvorschläge sowie Fehlerbeseitigungen während des Codens und Unterstützung beim Schreiben von Tests. Dies ermöglicht uns Entwickler:innen, dass wir uns auf die komplexeren Problemstellungen wie z. B. die Weiterentwicklung der Softwarearchitektur fokussieren können. Vermutlich ist es nur eine Frage der Zeit, bis wir auch dort Unterstützung von einer KI erhalten werden und somit noch schneller und besser unsere Plattform ausbauen können.

Ok, das Zusammenspiel zwischen Mensch und Maschine habe ich verstanden. Wie läuft es bei euch im Team ab, welche Fähigkeiten werden bei den Mitarbeitenden benötigt?
Unsere Entwicklung arbeitet nach Scrum, einer agilen Projektmanagement-Methode für die Softwareentwicklung. Bei Scrum benötigt man Personen mit unterschiedlichen Kenntnissen, die am Ende alles zusammenmixen und natürlich auch für die kontinuierliche Betreuung, Wartung und Aktualisierung der Plattform zur Verfügung stehen. Man spricht bei Scrum von Rollen. Das sind der/die Product Owner, Software Engineer und Scrum Master. Und natürlich die Stakeholder, die die Anforderungen nennen. Hierzu gehören auch die Kunden bzw. Nutzer der Plattform.

Mit den Namen kann nicht jeder etwas anfangen. Kannst du uns kurz die Aufgaben/Funktionen der einzelnen Rollen erklären?
Der Product-Owner bespricht die Anforderungen mit den Stakeholdern, wandelt diese in User Stories, also Fachkonzepte, um und verwaltet das Produkt Backlog (Liste von Anforderungen für die Plattform). Das Entwicklungsteam, die Software Engineers, setzen die Anforderungen im Plattform-Code um. Der Scrum Master sorgt für den reibungslosen Ablauf des Entwicklungsprozesses und stellt sicher, dass die agilen Arbeitsprinzipien eingehalten werden.

Keine Scrum-Rolle, aber genauso wichtig, ist die Rolle des DevOps. Wie sein Arbeitsalltag aussieht – dazu gern ausführlich im nächsten </ Hello World!> </ Hello komuno!>-Interview.

Julia Kelemen

Julia Kelemen

Senior Software Engineer

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