Lexikon

Smart City

Was ist eine Smart City?

Eine Smart City nutzt Daten, digitale Technologien und vernetzte Infrastrukturen, um kommunale Aufgaben effizienter, nachhaltiger und bedarfsgerechter zu erfüllen. Im Mittelpunkt steht nicht die Technik selbst, sondern ihr Nutzen für die Menschen – etwa durch eine moderne Verwaltung, intelligente Mobilität, eine nachhaltige Energieversorgung und eine verlässliche Daseinsvorsorge.1

Der Ansatz ist nicht auf Großstädte beschränkt. Auch Gemeinden, Landkreise und interkommunale Zusammenschlüsse können digitale Lösungen einsetzen, um ihre Stadt- und Regionalentwicklung zukunftsfähig zu gestalten.

Handlungsfelder einer Smart City

Typische Handlungsfelder sind:

  • Verwaltung: digitale Bürgerdienste, medienbruchfreie Prozesse und automatisierte Abläufe
  • IT und Kommunikation: leistungsfähige Netze, kommunale Datenplattformen und sichere IT-Systeme
  • Energie und Umwelt: digitales Energiemanagement, Umweltsensorik sowie Klima- und Ressourcenschutz
  • Mobilität: vernetzte Verkehrsangebote, intelligente Verkehrssteuerung und digitale Mobilitätsdienste
  • Gesellschaft und Bildung: digitale Beteiligung, Bildungsangebote, offene Daten und gesellschaftliche Teilhabe
  • Stadtentwicklung: digitale Zwillinge, datenbasierte Planung und intelligente öffentliche Infrastruktur

Die ersten fünf Punkte entsprechen den Kategorien des Bitkom Smart City Index 2025. „Stadtentwicklung“ ist als übergreifendes kommunales Handlungsfeld ergänzt, da Smart-City-Konzepte laut Smart City Charta Teil einer integrierten und nachhaltigen Stadtentwicklung sein sollen.2

Smart City Index als Indikator für den Digitalisierungsgrad deutscher Städte

Der Digitalverband Bitkom veröffentlicht jährlich den Smart City Index. Für den Index 2025 wurden alle 83 deutschen Großstädte ab 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern untersucht. Die Bewertung umfasst 37 Indikatoren und 163 Parameter aus den Bereichen Verwaltung, IT und Kommunikation, Energie und Umwelt, Mobilität sowie Gesellschaft und Bildung. Im Gesamtranking 2025 liegen München, Hamburg und Stuttgart vorn. Für kleinere Kommunen bietet der Index vor allem Orientierung zu möglichen Handlungsfeldern und Maßnahmen.3

Modellprojekte Smart Cities

Mit dem Bundesprogramm „Modellprojekte Smart Cities“ werden 73 Projekte gefördert, die seit 2019 in drei Staffeln ausgewählt wurden. Das Fördervolumen beträgt insgesamt 820 Millionen Euro.4

Die beteiligten Städte, Gemeinden und Landkreise entwickeln integrierte Strategien und erproben unter anderem Datenplattformen, digitale Zwillinge, Mobilitätslösungen und digitale Beteiligungsangebote. Da keine neuen Projekte mehr ausgewählt werden, sind für andere Kommunen vor allem der Wissenstransfer und die Übernahme erprobter Lösungen interessant.

Finanzierung von Smart-City-Projekten

Für Smart-City-Projekte kommen kommunale Haushaltsmittel, Förderprogramme von Bund, Ländern und Europäischer Union, interkommunale Kooperationen sowie Kommunaldarlehen infrage.

Eine zusätzliche Finanzierungsperspektive bietet das 2025 geschaffene Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität. Es umfasst insgesamt 500 Milliarden Euro. Davon stellt der Bund den Ländern 100 Milliarden Euro für Investitionen in die Infrastruktur von Ländern und Kommunen zur Verfügung.5

Zu den möglichen Förderbereichen gehört ausdrücklich die Digitalisierung. Damit können grundsätzlich auch investive Smart-City-Vorhaben berücksichtigt werden, etwa digitale Verwaltungsinfrastruktur, Datennetze oder intelligente Verkehrs- und Energiesysteme.6

Ob ein konkretes Projekt förderfähig ist, richtet sich nach den Vorgaben des jeweiligen Bundeslandes. Laufende Kosten für Personal, Wartung und Betrieb werden nicht automatisch übernommen. Kommunen sollten deshalb Finanzierung und Folgekosten von Beginn an gemeinsam planen.

Herausforderungen bei der Umsetzung

Zu den wichtigsten Herausforderungen gehören fehlende personelle Ressourcen, Datenschutz und Informationssicherheit, uneinheitliche technische Standards sowie die dauerhafte Überführung von Pilotprojekten in den Regelbetrieb. Smart City ist deshalb weniger ein einzelnes Digitalprojekt als eine langfristige Aufgabe der Verwaltungs- und Stadtentwicklung.

komuno unterstützt bei der Finanzierung

Smart-City-Investitionen erfordern häufig die Kombination verschiedener Finanzierungsquellen. Die Fördermittelübersicht von komuno unterstützt Kommunen dabei, geeignete Programme zu identifizieren. Ein darüberhinausgehender Finanzierungsbedarf kann über die digitale Ausschreibungsplattform für Kommunaldarlehen ausgeschrieben werden, auf der Kommunen mit den Kapitalgebern zusammengebracht werden. Im SMART CITY-Portal finden Kommunen und kommunale Unternehmen zahlreiche Unterstützungsfelder für ihre kommunalen Projekte. Dies passiert alles digital, effizient und übersichtlich, also ganz im Sinne von Smart City.


News zu komuno

  • klartext. komuno trifft Independent Credit View AG, Zürich

    Während Kommunen verlässliche Finanzierungspartner und wettbewerbsfähige Konditionen suchen, benötigen Banken und Investoren belastbare Einschätzungen zur Bonität und Entwicklung öffentlicher Schuldner. Genau hier setzt Independent Credit View AG aus Zürich an.

  • Treffen Sie komuno auf der Bundesarbeitstagung der Kommunalkassenverwalter in Würzburg

    Am 24./25. Juni 2026 diskutieren 500 Kommunalkassenverwalter aus dem ganzen Bundesgebiet in Würzburg Lösungen rund um Digitalisierung, Kassen- und Vollstreckungswesen. Die Bundesarbeitstagung findet alle zwei Jahre im Wechsel mit den Landesarbeitstagungen statt – dieses Jahr im Congress Centrum Würzburg. komuno ist bereits zum vierten Mal Partner der Veranstaltung.  

  • komuno – 2026 Förderer des 6. Hessischen Kämmerertages

    komuno hat sich als fester Bestandteil der deutschen Kommunalfinanzierung etabliert und unterstützt Kommunen sowie Darlehensgeber mit zukunftsfähigen Finanzierungsprozessen.

  • komuno Partner der KOWID-Tagung 2026 zur Infrastrukturentwicklung

    komuno hat sich als fester Bestandteil der deutschen Kommunalfinanzierung etabliert und unterstützt Kommunen sowie Darlehensgeber mit zukunftsfähigen Finanzierungsprozessen.