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23.09.2026

klartext. komuno trifft Peter Darmstadt, Sparkasse Darmstadt und Dieburg: Sparkassenfusionen – Mehr Stärke für Region und Kommunen

Die Sparkassenlandschaft in Deutschland verändert sich: Gab es 2016 noch 403 Sparkassen, sind es 10 Jahre später nur noch 337. Ein wesentlicher Grund für den Rückgang sind Fusionen und Zusammenschlüsse. Auch die Sparkasse Darmstadt und die Sparkasse Dieburg gehen seit Anfang 2026 gemeinsame Wege.

Tobias von Knoblauch, Sparkassenbetreuer bei komuno, spricht mit Peter Darmstadt, Kommunalkundenberater bei der Sparkasse, über die Fusion der Sparkasse Dieburg mit der Stadt- und Kreis-Sparkasse Darmstadt. Peter Darmstadt kennt den Zusammenschluss aus nächster Nähe: Vor der Fusion war er bei der Sparkasse Dieburg tätig, heute arbeitet er für die Sparkasse Darmstadt und Dieburg. Dass sein Nachname dabei plötzlich auch Teil des Institutsnamens ist, ist ein schöner Zufall.

Herr Darmstadt, immer mehr Sparkassen schließen sich zusammen. Was waren für die Stadt- und Kreis-Sparkasse Darmstadt und die Sparkasse Dieburg die ausschlaggebenden Gründe für die Fusion?
Beide Sparkassen waren auch vor der Fusion gut aufgestellt. Es ging also nicht darum, auf eine akute wirtschaftliche Notwendigkeit zu reagieren, sondern gemeinsam noch zukunftsfähiger zu werden. Durch den Zusammenschluss steht uns ein noch größerer Pool an Wissen und spezialisierten Fachkräften zur Verfügung. Dadurch können wir bei komplexeren Fragestellungen noch gezielter Kompetenzen zusammenbringen. Das ist auch für Kommunen interessant, deren Finanzierungsanforderungen zunehmend anspruchsvoller werden.

Gerade angesichts wachsender regulatorischer Anforderungen, des technologischen Wandels und veränderter Kundenerwartungen ist Größe dabei durchaus ein Vorteil. Entscheidend ist aber, dass die Nähe zu unseren Kunden und zur Region erhalten bleibt. Größe und persönliche Betreuung dürfen kein Widerspruch sein.

Gerade Sparkassen stehen für Regionalität und Nähe zum Kunden. Besteht bei Fusionen nicht die Gefahr, dass genau diese Nähe verloren geht?
Das ist sicherlich eine der zentralen Fragen bei jedem Zusammenschluss. Für uns war deshalb von Anfang an wichtig, dass die regionale Verankerung erhalten bleibt. Unsere beiden bisherigen Hauptstandorte in Darmstadt und Groß-Umstadt bestehen fort, ebenso unser Engagement für die Menschen, Unternehmen, Vereine und Kommunen in der Region. Eine Fusion sollte nicht bedeuten, sich aus der Fläche zurückzuziehen. Im besten Fall schafft sie vielmehr die Voraussetzungen dafür, auch langfristig ein leistungsfähiger Partner in der Region zu bleiben.

Durch Sparkassenfusionen sinkt auch die Zahl der eigenständigen Institute – und damit die Zahl der Finanzierungspartner, auch auf komuno. Was bedeutet diese Entwicklung für die Kommunen, die auf eine möglichst breite Auswahl an Finanzierungsangeboten angewiesen sind?
Auf den ersten Blick kann dieser Eindruck entstehen, weil aus zwei Instituten eines wird. Als fusioniertes Institut decken wir das gesamte bisherige Geschäftsgebiet weiterhin ab. Entscheidend ist nicht allein die Zahl der Marktteilnehmer, sondern auch deren Leistungsfähigkeit und Bereitschaft, Finanzierungen anzubieten. Ein fusioniertes Institut verfügt in der Regel über größere Ressourcen und kann gegebenenfalls auch größere Volumina oder ein breiteres Geschäftsgebiet abdecken.

Gleichzeitig bleibt es für Kommunen wie bisher wichtig, bei Finanzierungsanfragen mehrere Anbieter erreichen zu können und Angebote zu vergleichen. Plattformen wie komuno helfen dabei, diesen Zugang effizient, transparent und übersichtlich zu ermöglichen.

Herr Darmstadt, herzlichen Dank für das Interview!

Peter Darmstadt

Kommunalkundenberater
Sparkasse Darmstadt und Dieburg

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